"Viel Erreicht – viel vor für die nächsten 8 Jahre“

- Bürger fühlten Holger Karl auf den Zahn -

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren auf Einladung
der CDU/BV Bammental in die FC-Gasstätte zu kommen, um etwas zu den Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 4. März und deren Programm zu erfahren. Der Bammentaler CDU Vorsitzende Dr. Albrecht Schütte wies nach der Begrüßung darauf hin, dass man nur ernstzunehmende Kandidaten eingeladen habe. Wer in 50 Gemeinden gleichzeitig kandidiere und eigentlich Bundeskanzlerin werden wolle, zähle jedenfalls nicht dazu. Einen Tag nach der Bekanntgabe der Kandidatur in der RNZ habe er Frau Buscholl eingeladen, die aber den Termin schon anderweitig verplant habe. Für ein persönliches Gespräch sei sie tagsüber in ihrem Wahlkampfbüro erreichbar.
Es freue ihn sehr, so Schütte, dass der Amtsinhaber, der am 4. März wieder seinen Hut in den Ring wirft, sein Programm vorstellen und auf Fragen eingehen werde.
 Holger Karl stellte zunächst anhand von drei Themengebieten dar, was seit 2010 erreichet werden konnte und was er gemeinsam mit dem Gemeinderat in den nächsten 8 Jahren vorhabe. Es sei mehr abgearbeitet worden, als man an einem Abend darstellen könne.
Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes entlang von Elsenz und Schwarzbach sei inzwischen vom Hochwasserzweckverband, bei dem Bammental Mitglied ist, ein Rückhaltevolumen von 3 Mio. Kubikmetern für rund 50 Mio. € geschaffen worden.
Mit dem Bau des Rückhaltebeckens am Weihwiesenbach habe die Gemeinde Bammental den Schutz von Ober- und Unterdorf deutlich verbessert. Aus ersten Fehlern habe man gelernt, so dass bei den letzten Hochwassern alles Wasser durch die Verdohlung abgeleitet werden konnte. Er hoffe, so Karl, durch die geplante Renaturierung am Weihwiesenbach die Situation am Bachlauf selbst weiter zu verbessern. Mit 1,5 bis 2 Mio. € sei diese ein sehr teures Projekt, für das es aber ca. 85% Zuschuss vom Land gebe. In den nächsten Monaten werde die Gemeinde zudem den Hochwasseralarmplan und die Hochwassergefahrenanalyse fertig stellen. Daraus könne man Maßnahmen zur Schadensreduktion bei Starkregenereignissen ableiten und somit den Schutz der Bevölkerung weiter verbessern.
„Als ich 2010 in das Amt kam, gab es zwei Tagesmütter, die Betreuung für Unter Dreijährige (U3) anboten“, leitete der Bürgermeister auf das nächste Thema über. Inzwischen habe er mit dem Gemeinderat zusätzliche 50 Plätze geschaffen, womit man bereits deutlich über der angenommenen Quote von 35% liege. Zudem habe die Gemeinde mit der Schaffung des Familienzentrums ein Gebäude - den ehemaligen Schützenhof - sanieren können und eine Attraktion für das Ortszentrum geschaffen. Nach der vorübergehenden Unterbringung einer weiteren Gruppe im Rathaus stehen derzeit 60 Plätze und die Angebote der Tagesmütter zur Verfügung.
Um den weiteren Bedarf an Betreuungsplätzen abzudecken, werde die Gemeinde in den nächsten 18 Monaten nochmal ein Gebäude mit mindestens 40 Betreuungsplätzen bauen, vermutlich übrigens genau an der Stelle des FC-Clubhauses. Der Verein selbst erhalte voraussichtlich von einem Gönner ein besser an den heutigen Bedarf angepasstes Domizil an der Stelle des Beach-Soccer-Feldes. Die Zunahme des Bedarfes zeige sich auch an der Grundschule, in der es seit Jahren zum ersten Mal einer dritte Eingangsklasse gebe. Beliebt seien zudem die beiden weiterführenden Schulen in Bammental.
Erhebliche Verbesserungen habe man mit der Sanierung der Hauptstraße erreicht, ging Holger Karl auf einen weiteren Themenblock ein. Gerade mit dem Kreisel beim Rewe sei die Verkehrssituation deutlich entschärft worden. Etwas was man lange für nicht erreichbar gehalten habe, bestätigten einige Gemeinderäte und Altgemeinderäte im Publikum. Jedes Jahr habe man mehr als eine halbe Millionen Euro in Straßen und Kanalsanierung gesteckt. 2018 und 2019 komme nun mit der Sanierung von Reilsheimer Straße und Dammweg eine Kraftanstrengung in Höhe von 7 Mio. € (Gemeindeanteil 4 Mio. €) dazu. Dabei werde endlich auch eine Holzbrücke für Fuß- und Radverkehr parallel zur Friedensbrücke gebaut. Die Friedensbrücke selbst werde 2019 saniert, ihre Ansicht aber nicht verändert.
Intensiv fühlten die Gäste der Veranstaltung in der sich anschließenden Diskussion dem Bürgermeister und erneuten Kandidaten auf den Zahn. U.a. ging es um die Sauberkeit im Ort, Sanierungsschritte für das Waldschwimmbad, den Ausbau des Breitbandnetzes und Wohnungsbau. Holger Karl ging kompetent auf die Fragen ein und zeigte einmal mehr, dass er sich in den verschiedenen Themen detailliert auskennt. Gleichzeitig machte er aber auch klar, dass eine Gemeinde Schwerpunkte setzen müsse und nicht alles erfüllen könne.
Die CDU/Bürgervereinigung bittet alle Bürgerinnen und Bürger am 4. März zur Wahl zu gehen und mitzubestimmen, wie es mit unserer Gemeinde in den nächsten 8 Jahren weitergeht.