Dr. Stephan Harbarth MdB informierte sich vor Ort

Um sich vor der Bundestagswahl am kommenden Sonntag vor Ort zu informieren, kam der örtliche Abgeordnete Dr. Stephan Harbarth zu einem Besuch nach Bammental. Zunächst ließ er sich von Bürgermeister Holger Karl die Situation der Gemeinde, sowie die ambitionierten Bau- und Entwicklungsprojekte vorstellen. Bammental steht sehr gut da, so das Ortsoberhaupt. Gerade wegen der S-Bahn habe man sehr schnell die Bauplätze im Neubaugebiet verkaufen können und nicht mit Abwanderungsproblemen zu kämpfen, wie andere Gemeinde in der näheren Umgebung. Auch achte man auf die Attraktivität des Ortskerns. Während die Sanierung Bammental Süd in diesem Jahr sichtbar mit der Erneuerung der Hauptstraße zu Ende geht, ist bereits der Antrag für Sanierungsmittel für das Schwimmbadviertel gestellt. Im Zuge der Hauptstraße konnte zudem der lang gehegt Wunsch nach einem Kreisel realisiert werden, indem die Gemeinde die Planung hierfür im Auftrag des Kreises übernommen hat. Hier zeigt sich so Bürgermeister Karl, die Stärke einer kleineren Einheit, die ohne Reibungsverluste beide Teilprojekte aus einer Hand betreuen kann. Bürgermeister Holger Karl und Gemeinderat Dr. Albrecht Schütte stellten natürlich auch noch weitere realisierte bzw. in Planung befindliche Projekte der Gemeinde vor: Etwa das Multifunktionsgebäude für die beiden Schulen, das Rückhaltebecken am Weihwiesenbach sowie das Objekt Schützenhof. Hier sollen u.a. Räumlichkeiten für vier zusätzliche KITA Gruppen geschaffen wird.

Der Bundestagsabgeordnete freute sich, den Nutzen der diversen Bundesmittel für Kommunen vor Ort in Bammental zu sehen.

  • ·         Sanierung des Kindergartens mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket
  • ·         Teilfinanzierung des Schulsozialarbeiters aus dem Bildungs- und Teilhabepakets
  • ·         Zuschuss für die Einrichtung von KITA-Gruppen aus den 5,4 Mrd. Euro Bundesunterstützung für den Ausbau
          der KITA-Betreuung

Zukünftig wird der Bund zudem auch den Betrieb der KITA Einrichtungen mit knapp 850 Millionen Euro jährlich fördern. Bürgermeister Holger Karl wies besonders auf die Übernahme der Kosten für die Grundsicherung im Alter durch die Bundesregierung hin, immerhin mehr als 4 Mrd. Euro im Jahr, wovon natürlich auch Bammental (über die Kreisumlage) massiv profitiert.

Neben dem Fortgang der Sanierungsarbeiten an der Hauptstraße konnte Dr. Stephan Harbarth auf einem kurzen Gang durch die Gemeinde auch die neu gebaute Fischtreppe bei der TV-Halle in Augenschein nehmen.

Auf großes Interesse stieß bei allen eine Führung durch das Kurpfalzinternat mit Mario Lehmann. Von modernsten Unterrichtsräumen über den Mensabereich, Aufenthaltsräumen, einem Fitnessraum bis hin zu einer bestens eingerichteten Küche für Kochkurse wird vieles geboten. Neben Plätzen für über 200 Schülerinnen und Schüler hat die Familie damit auch 95 Arbeitsplätze in Bammental geschaffen. Um die steigende Anzahl der Internatsschüler unterzubringen wurde in den letzten Jahren der Bammentaler Hof erworben und erstrahlt in neuem Glanz. Auch die neue Halle ist attraktiv. Ein Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Kommune und Privaten. Je eine eigene Halle hätten sich weder die Gemeinde Bammental noch das Kurpfalzinternat leisten können. Durch eine gemeinsame Lösung profitieren nun beide. Dabei trug im Übrigen die private Seite sämtliche Mehrkosten, die im Laufe des Baus entstanden.

Abschließend beim Besuch von Dr. Stephan Harbart MdB stelle der Leiter des Bammentaler Mauser Werkes, Herr Matthias Bartl die Firma vor. Mit ca. 80 Millionen Euro Umsatz ist der Standort Bammental der größte der globalen Gruppe im Verpackungsgeschäft. Mit 183 Mitarbeitern werden die bekannten Kunststofffässer ebenso hergestellt wie Griffe und weitere Einzelteiler für sämtliche Produkte der Mausergruppe. Inzwischen wurde auch die Produktion von Würfelverpackungen mit 1000 Litern aus Kunststoff in einem Metallgitter nach Bammental verlagert. Die Produktion von kleineren Kunststoffbehältern rundet das Angebot ab. Aufgrund der geographischen Nähe ist die BASF der wichtigste Kunde. Beim Rundgang durch das Werk beeindruckten die Produktionsanlagen die Besuchergruppe. Während zum Teil auch Personen ohne Berufsausbildung beschäftigt werden können, zeigt auch an dieses Beispiel wieder einmal wie wichtig gut ausgebildete Facharbeiter für Deutschland sind. Nur so kann eine Firma wie Mauser erfolgreich sein, Arbeitsplätze schaffen und Gewerbesteuer zahlen.