Worauf kommt es auch Sicht der Seniorinnen und Senioren bei der Sanierung der Hauptstraße an? 

- CDU/Bürgervereinigung diskutierte mit Bewohnern des Anna-Scherer-Haus-

Ien Jahr wird in Bammental zwischen Altentagesstätte und Bammentaler Hof die Hauptstraße saniert. Nach vielen Jahrzehnten dringend notwendig, muss doch nicht nur die Oberfläche der Straße sondern auch der Unterbau inklusive Kanal und Leitung saniert werden.  Viele Fragen sind bei der Sanierung zu beachten, etwa: „Wie können auch zukünftig z.B. Bus und Lieferverkehr aneinander vorbeikommen?“ „Wo sollen Parkplätze geschaffen, wo das Parken unbedingt vermieden werden?“. 

Häufig hingewiesen wird bei Entscheidungen zur Sanierung auf die Interessen von Senioren und behinderten Mitbürgern, aber was diese Interessen genau sind, bleibt ebenso häufig unklar. Um dies zu ändern und zu erfahren, welche Anliegen und Ideen von der älteren Generation und Rollstuhlfahrern tatsächlich eingebracht werden, diskutierte die CDU/Bürgervereinigung vor Ort im Anna-Scherer-Haus.

Als Referent zur Vorstellung der Planungen konnte Bürgermeister Holger Karl gewonnen werden.  Schnell ergaben sich intensive Gespräche und die Besucher merkten, wie hell wach die Bewohner des Anna-Scherer-Hauses und der umliegenden Wohnungen sind. Plötzlich stand nicht mehr die Fahrbahn sondern der Gehweg im Mittelpunkt der Diskussion. So seien heute die Löcher im Belag und die Schräge wesentliche Probleme. Zukünftig sollte zudem der Belag gut sichtbar auch bei Regen und Dunkelheit sein und vor allem nicht aus zu kleinem Pflaster bestehen, schlicht weil Rollatoren und Rollstuhlfahrer dann quasi „durchgeschüttelt“ werden.  Um die Straße überqueren zu können, sollte der Gehweg an mehreren Übergängen, z.B. an den geplanten Kreiseln komplett abgesenkt werden und das verkehrswidrige Parken, mit dem der Gehweg quasi blockiert wird, sollte so gut wie möglich unterbunden werden. Wie einer der Betroffenen sagte: „Manche wissen gar nicht, was für ein Privileg es ist, mit zwei gesunden Beinen schnell ein paar Meter laufen zu können. Warum müssen die dann direkt vor einem Geschäft halten und anderen, die dieses Privileg nicht kennen, den Weg versperren?“ 

In erfrischender Atmosphäre konnten  die anwesenden Mitglieder und Gemeinderäte der CDU/Bürgervereinigung die Ideen von zahlreichen Senioren und Rollstuhlfahrern aufnehmen. Dabei ging es natürlich auch um die Zeit während der Sanierung. Eine gute Nachricht konnte Bürgermeister Holger Karl vorweg überbringen. Auch wenn die Hauptstraße für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden muss, können auch während der Bauphase alle Geschäfte stets zu Fuß erreicht werden. Auch dabei, so der Wunsch aus der Diskussion, solle z.B. an die nötige Breite der Fußwege sowie den richtigen Belag gedacht werden.

Schnell wurde zudem klar, dass die Bewohner des Reilsheimer Mühlwegs noch weitere Anliegen zum Verkehr haben. Ganz wesentlich der Wunsch nach einem sicheren Fußgängerüberweg zwischen Fabrikstraße und In den Brunnenwiesen. Aber auch ein direkter Übergang vom Rewe-Markt zum S-Bahn Haltepunkt Reilsheim wurde ebenso mehrfach genannt, wie eine Instandsetzung des Fuß/Radweges unterhalb des Rewe-Marktes.

Die CDU/Bürgervereinigung sowie Bürgermeister Karl freuen sich über den gelungen Nachmittag. Man habe viel lernen dürfen und deutlich die tatsächlichen Anliegen der Älteren erfahren können.  Im nächsten Jahr will die CDU/Bürgervereinigung eine Idee weiterverfolgen. Warum sich nicht einmal selbst mit Rollstuhl bzw. Rollator in Bammental auf den Weg zu machen und unmittelbar erfahren, worauf es dabei ankommt?

Der Erfolg der Veranstaltung zeigte sich unmittelbar: Die Informationen aus den Gesprächen konnten direkt in die Diskussion im Gemeinderat zum Belag des Gehweges der Hauptstraße nach der Sanierung einfließen. Es bliebt zu hoffen, dass die tatsächlichen Anliegen der Senioren und behinderten Mitbürger dann bei der Abstimmung zum tragen kommen. 

Die CDU/Bürgervereinigung bedankt sich ganz herzlich bei Bürgermeister Holger Karl für seine Zeit, bei Lina Grünberg für die Organisation und vor allem bei allen Gesprächspartnern für ihre Zeit und die wertvollen Einsichten in die Anliegen älterer Menschen im Verkehr.

Dr. Albrecht Schütte